Überlegungen

                ... zum Spiel:  Überdachen ohne Einzukrachen

Vier Handwerker, in deren Rolle Sie im Spiel schlüpfen, bauen je ein eigenes Häuschen. Geld spielt keine Rolle im Spiel, nur Baustoffe und Beziehungen.
Jeder Handwerker würfelt reihum die Anzahl seiner Baustoffe, die er sich pro Runde dazu verdient. Er erhält aber nur Baustoffe seines Handwerks.

Elektriker:    verdient sich Steckdosen und Lampen
Tischler:
    wird ausgestattet mit Türen und Regalen
Klempner:
   montiert Wasserhähne und Heizungen
Maurer:
      schuftet für Putz und Fliesen

Jeder versucht auf seiner “Fundamentplatte” (dem eigenen Spielbrett mit Platz für 28 Baustoffen) verschiedene Zimmer aus unterschiedlichen Baustoffkombinationen fertigzustellen.  Man wählt aus zwei Kartenstapeln ein großes (8 Baustoffe) oder ein kleines (4 Baustoffe) Zimmer  und baut dann vorhandene Baustoffe
(genau wie auf der Zimmerkarte ersichtlich) in sein Haus ein.
Doch der Klempner hat ja nur Wasserhähne und Heizungen !?
Also fragt er den Tischler, ob nicht ein oder zwei Türen zu tauschen wären.
Da der Tischler gleichermaßen auf die Heizungen des Klempners angewiesen ist, steht dem Handel nichts im Wege.

Das Haus kann aus folgenden Zimmern bestehen: Wohnraum, Küche, Bad sowie Kammer, Diele, Flur.

Baustoffe können auf einem eigenen Lagerplatz vor jedem Haus in begrenzter Anzahl gelagert werden. Unter bestimmten Bedingungen werden sie hier allerdings hin und wieder auch gestohlen. Verbaut man zuviel “eigene” Baustoffe, besitzt man keine Tauschware mehr!
Der sinnvolle Einsatz seiner Baustoffe und die pfiffige Lösung des “Nachbarschaftsproblems” entscheiden maßgeblich den Gewinner. 

Aufgrund der gegenseitigen Baustoffabhängigkeit, hat man nur in der Tauschgemeinschaft die Chance sinnvoll sein Haus zu bauen
Doch man möchte ja trotzdem gegen die Anderen gewinnen ?!

Bei “Überdachen ohne Einzukrachen”  spielen die Pfeiler des Hauses eine wichtige Rolle. Man erhält sie beim Würfeln einer sechs. Besitzt man vier Pfeiler auf seiner Fundamentplatte, so erhält man eine Deckenplatte (ein zweites Spielbrett) und baut diese auf das bisherige Haus auf. Somit wächst das Eigenheim wirklich in die Höhe. Die Deckenplatte verhindert jedoch den weiteren Ausbau in der unteren Etage. Somit ist zu überlegen, zu welchem Zeitpunkt man in die Höhe baut. 

Der schnellste Spieler erhält auf seine oberen Etage das Dach und beendet das Spiel.

Der schnellste  Spieler mit dem Dach hat nun nicht zwangsläufig gewonnen. Er bekommt zunächst Dachpunkte. Am Spielende zählt aber die Gesamtsumme der Punkte, die sich aus dem kompletten Bauwerk zusammenrechnet. Fertig ausgebaute Räume bringen Zimmerpunkte, vollständige Etagen bescheren zusätzliche Etagenpunkte, Förderpunkte erhält man wenn alle sechs Zimmertypen existieren und für die meisten Zimmer eines Typs (z.B. Klempner hat drei Bäder) gibt es Protzpunkte. Da man oftmals den Gewinner im Spiel nicht ohne weiteres erkennt, bleibt “Bau auf !”  bis zur letzten Minute spannend.

Da gibt es ja noch den angekündigten Flaschenöffner im “Einheitslook”.
Eine Hand wäscht die andere und mit einem Öffner geht es auf der Baustelle natürlich viel schneller voran. Der im Spiel ständig wechselnde Besitzer des Öffners, erhält die doppelte Anzahl Baustoffe !!!
....“Ein Stein, ein Kalk, ein Bier” ...                               Na dann Prost !

Das Spiel ist sehr leicht verständlich. Auch Kinder ab ca. 8 Jahren haben ihre Freude daran, denn durch viele kleine Baustoffe und echte Pfeiler sowie eigenständige zweistöckige Häuschen, bietet das Spiel auch etwas für das Auge. Bei Erwachsenen entfalten sich natürlich zusätzliche Spielebenen, die ruhige Spielrunden fast unmöglich machen. Denn nach einigen Spielminuten starten meist nicht zu stoppende, eifrige Mauscheleien:
” Wenn du dran bist, reserviere mir unbedingt die Fliesen,
                                        du kannst auch zwei Regale von mir haben ....!”

Viel Spaß beim HausBau Ost in 90 Minuten !

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